Springbreak 2013 in Holland

Springbreak 2013 – also Holland. Holland …. hmmmm …. Holland??? Da waren wir noch nie! Keine Ahnung was da auf uns zukommt, aber reichlich Vorurteile: flach, Käse, Wohnwagen, viel Wasser, Wohnwagen, Tulpenblüte, Campingplätze, Wohnwagen, gelbe Nummernschilder, Fahrräder, Wohnwagen, Grachten, Wohnwagen …. Aber OK, mit Kleis und Gijs steht die Orga auf festen Beinen, da kann eigentlich nix schief gehen. Und neugierig sind wir ja auch!

Rückblende: Das Thema kam in Bramsche auf, beim Springbreak 2012, wie’s halt so geht bei tollen Veranstaltungen: da wird man kreativ und die besten Ideen werden geboren. So wohl auch bei den Holländern. Und schon gab’s einen Termin in Holland. Wir haben uns das dann gut überlegt und kamen zu dem Entschluss: wenn ja, warum nicht? Dann aber mit Verlängerung! Das Angebot, das unsere holländischen Freunde dann zusammengestellt hatten, war aber zu verlockend. Eine schöne Gegend am Meer, ein tolles Hotel – da sollten zwei zusätzliche Tage schon drin sein!

Also machten wir uns am Mittwoch, den 17. April zusammen mit Tanja & Werner auf den Weg in das terra incognita, auf zu neuen Ufern im wahrsten Sinn des Wortes. Immerhin brauchten wir kein Geld zu wechseln. Immerhin hatte sich kurzfristig der endlose Winter doch verabschiedet und wir konnten entspannt auf Plan A wie AMG und Sommerreifen zurückgreifen. Hinter Köln begann für uns dann unbekanntes Land, wobei Holland ja fließende Grenzen hat. Ja, eigentlich beginnt auf der A3 schon holländisches Territorium, zumindest wenn man in der Urlaubszeit die Kennzeichen der Fahrzeuge betrachtet. Unser Navi kannte sich aus, kurz hinter Aachen waren wir schon in Holland. Und schon wieder draussen! Nein, sooo klein ist Holland nun auch wieder nicht – es lag nur ein Zipfel Belgien im Weg. In Belgien scheint’s den Strom umsonst zu geben: komplette Beleuchtung auf der Autobahn! Ist aber auch sinnvoll bei den vielen unübersichtlichen Kurven dort …. 😉

Dann endlich und wirklich: Holland! die letzten Kilometer Autobahn ( 4 der 8 Zylinder hatten schon seit Belgien Urlaub und die Arbeit mangels Nachfrage eingestellt ) und schon kam gleich an der Ausfahrt Middelburg das Hotel in Sicht. Ein schönes neues Geschäftshotel, am Stadtrand gelegen und ideal als Event-Stützpunkt. Ein sehr netter Empfang und Zimmer, also Zimmer – da haben wir nicht schlecht gestaunt: sehr schön und mit einem Bad, bei dem man sich im Dunstschleier nach dem Duschen verlaufen konnte. Der erste Abend wurde im Hotel verbracht, das Restaurant wirkte zuerst fast zu nobel, überzeugte dann aber durch eine überaus leckere Küche und reichliche Portionen.am Strand

Donnerstag und Freitag nutzten wir dann, um uns ein Bild der Umgebung zu machen. Bei der Besichtigung der schönen Stadt Middelburg staunten wir erst mal: am Parkplatz war ein Parkschein zu lösen – aber am Automat hatte sich eine Schlange gebildet. Warum war uns klar, als wir selbst an der Reihe waren. Zuerst musste das Kennzeichen eingegeben werden und dann minutengenau (!) die gewünschte Parkzeit. Die Parkwilligen drückten die Tasten wie süchtige Spieler in Las Vegas am Spielautomaten. Zur Belohnung gab’s dann aber einen Bummel durch ein wirklich hübsches Städtchen mit jeder Menge Fotomotiven. Es war auch noch Wochenmarkt und wir konnten uns die regionalen Produkte ansehen und kosten. Von unseren Vorurteilen konnten wir die Fahrräder bestätigen. Holländer bewegen sich offensichtlich meistens auf dem Fahrrad und genießen dann den exclusiven Status der bedingungslosen Vorfahrt. Jede Orts-Strasse hat beidseitig aufgemalte Fahrradstreifen und wenn Radfahrer nebeneinander fahren, dann ist ihr Kommunkationsbedürfnis heilig und der Autofahrer stellt sich halt hinten an. Aber es gibt ja genug zum schauen unterwegs. Die schönen Häuser, Windmühlen, man könnte dauernd stehen bleiben und fotografieren. Dann endlich das Meer! Blauer Himmel, viel Wind und der Strand – das war ein göttlicher Moment! Einfach herrlich, da über den Strand zu gehen durch den weissen Sand und die Brandung zu bewundern. Direkt über dem Meer fanden wir dann noch ein Lokal zum Abendessen mit viel Fisch auf der Speisekarte, Sonnenuntergang inclusive. Einfach Begeisterung pur!

Freitagnachmittag wurde der SLK noch gewaschen, dann wurde es Zeit für das „offizielle“ Springbreak.Morgenstimmung

Am Hotel hatte sich einiges getan. Die Orga in Gestalt von Kleis hatte die Parkplätze abgesperrt und nummeriert, beim Einlaufen wurden wir offiziell begrüßt und durften unser Informationspäckchen entgegennehmen. Der SLK fand seinen farblich sortierten Abstellplatz, passend für die Ausfahrt aufgestellt. Das hatten wir doch schon irgendwo so durchexerziert, oder? Die Begrüßung aller so langsam eintreffender Bekannter zog sich durch den ganzen Abend. Vielleicht sollten wir uns in Zukunft einfach alle abends im Kreis aufstellen und gegenseitig um den Hals fallen, das würde einiges einfacher machen 😉

DeichrennenSamstagmorgen, strahlend blauer Himmel – es geht pünktlich los! Beim Briefing wird angekündigt, dass es die ersten zwei Stunden ohne Stopp durch geht. Schnell noch mal auf’s Klo, das könnte eng werden! Gijs führt uns zuerst über kleine, verwinkelte Nebenstrassen um Middelburg herum, dann überqueren wir die Oosterschelde und machen eine Stadtrundfahrt durch Zierikzee (doch, habbich richtig geschrieben). Ein hübsches Städtchen mit kleinem Hafen, das wäre auch einen Stopp wert gewesen. Dann geht’s weiter direkt an der Oosterschelde und Jachthafen vorbei, alles klappt vorzüglich, bloss meine Blase hat Springflut. Aber die Holländer haben vorgesorgt, riesige Sperrwerke gebaut und Gijs bringt uns zum Mittagsstopp – ein großer Parkplatz direkt hinter der Düne mit Imbiss und – WC! Auch hier zeigt sich die akribische Orga: das MBSLK Banner hängt schon und der Imbiss erwartet uns schon mit lecker Sandwiches. Am Strand kann man sich wieder Sand in die Schuhe laufen. Oder zusehen wie Edwin mit seiner Gruppe ankommt – also erst die Gruppe, dann Edwin 😉 Der Nachmittag führt uns zurück über das Sperrwerk Neeltje Jans und in Veere gibt’s nochmal eine Stadtrundfahrt. Sehr beeindruckend und da jetzt alle Gruppen direkt hintereinander sind, ist das auch für die Touristen im Ort ein Schauspiel – fast 80 Autos! Dann mein persönliches Highlight: hinter Domburg geht es quasi über den Deich direkt an den Strand. Der Deich ist dort asphaltiert und die Kolonne fährt praktisch Steilwandkurve ohne Kurve am Leuchtturm vorbei! Genial. So geht’s in lockerer Formation bis zum Kaffeestopp, wo dann auch gleich hangabwärts geparkt wird. Einfach irre, Holland hat zwar keine Pässe, aber sowas sucht man in den Alpen vergebens! Die letzte Etappe ging dann mit allen Fahrzeugen am Stück (auch das hat geklappt) über den Boulevard von Vlissingen. Eine perfekte Tour, an dieser Stelle nochmal symbolisch für die Orga „high five“ und la Ola.

Der Abend fand uns im Aussichtsrestaurant des Hotels, quasi auf höchster Ebene, zum Gala-Buffet. Hier konnten wir uns genüsslich den Bauch vollschlagen, es wurde viel geredet und die Orga konnte auf ein gelungenes Springbreak zurückblicken. Das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben und jetzt am Ende eines erfolgreichen Events zu stehen, konnte man gut nachvollziehen. Der Abend endete für die meisten dann irgendwie spät in der Bar, der Gesprächsstoff wollte nicht enden und es war einfach schön!

Am Sonntag nahmen wir mit den meisten Abschied, einige blieben noch, um sich in Ruhe umzuschauen. Ein Event der Extraklasse hat seinen Eindruck hinterlassen und Holland sieht uns bestimmt wieder. Ohne Vorurteile!

Wer noch Lust auf Bilder hat, bitteschön hier klicken!

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